Laos-> Pakse- Bolaven Plateau- Savannakhet- Vientiane-> Thailand-> Vientiane- Vang Vieng- Luang Prabang- Xam Neua-> Vietnam

Laos, das erste ‘neue’ Land fuer mich auf dieser Reise. Wir rollten vom Grenzposten ersteinmal gemuetlich die 50km Richtung Pakse, wo wir uns ein paar Tage aufhielten, bevor das Abenteuer ‘Laos’ Richtig anfangen sollte. Schon auf dem Weg war ich begeistert von Laos, eine solche Urspruenglichkeit habe ich nicht erwartet. Pakse selber hat noch seinen Charme, dank franzoesischer Kolonialbauten, netter Lage am Mekong und seiner ruhigen Atmosphaere erhalten, was recht angenehm war, trotzt der Horden von Touristen die dort halt machen. Wir entschieden uns ins nicht weit entfernte Bolaven Plateau zu fahren. Welches beruehmt ist fuer seinen Kaffee und seine Wasserfaelle. Die Strecke von Pakse bis nach Paksong im Plateau ging stetig bergauf, zwar in einem angenehmen Grad, trotzdem brauchten wir fuer die ca 50km den ganzen Tag. In Paksong uebernachteten wir in einem Tempel, wo wir dutzenden Augenpaaren ausgesetzt waren, aber wir hatten eine (sehr sehr) kalte Dusche und ein Dach ueber den Kopf. Man merkte schon das wir uns weit ueber dem Meeresspiegel befanden, nachts wurde es echt kalt und in dem Tempel zog es wie Hechtsuppe, so das ich am Morgen mit einer kleinen Bronchits aufwachte. Mit dieser hatte ich dann auch noch einige Tage zu kaempfen was das Rdafahren nicht gerade angenehm machte. Wir fruehstueckten noch auf dem Markt, der eher eine Schlammwueste glich, tranken ‘Coffee Laos’, der einen wirklich die Schuhe auszieht, und stellten uns schonmal auf eine ‘sticky rice, garlic and banana diet’ ein. Der Grund ist einfach, Laos ist Fleischfresserland und als Vegetarier muss man schon Glueck haben, besonders in abgelegenden Gegenden, etwas zu essen zu finden. Als dann ein paar Tage spaeter auch noch Benoits Kocher den Geist aufgab, waren wir totalens auf diese ‘Leckereien’ angewiesen, welche wir hin und wieder noch mit Chilisosse ‘verfeinerten’. Nach einiger Zeit fuehlten wir uns wirklich ‘sticky’. Eine willkommen Abwechslung war dann der Zuckerrohrsaft, welcher an der Strasse angeoten wird und einem wieder Power gibt. Dementsprechen hungrig kamen wir in Savannakhet an. Dort fanden wir sogar ein Vegetarisches Restaurant, und wir blieben etwa eine Woche hier. Unser Tagesablauf dort war nicht wirklich aufregend, meistens bewegten wir uns zwischen Hotel und dem Vegetarischen und hielten manchmal unterwegs noch im Internet. Besonders in dem Restaurant genossen wir wunderbare Bedienung, mitgrund war wohl der das wir wirklich viel assen, die Besitzer, welche wirklich reizend waren, waren jedesmal froh wenn wir auftauchten und waren erstaunt wieviel wir verschlingen konnten. Aber auch sonst herrschte dort eine sehr nette Atmosphaere. Doch irgendwann hiess es Abschied nehmen und es ging zurueck auf die Strasse. Wir hatten noch so einige Kilometer vor uns, bevor wir Vientiane erreichen sollten. Die meiste Zeit zelteten wir in Tempeln, Schulen oder in verlassenen Haeusern, viel brauchten wir nicht, etwas Wasser zum duschen und der Platz war perfekt. Auch sonst liessen wir es gemuetlich angehen und schafften so manchen Tag nicht mehr als 50km. zB. fanden wir einmal gegen Mittag einen schoenen Platz am Mekong, wir schauten und nickten uns an und verbrachten den Tag und die Nacht dort. Schliesslich ereichten wir dann irgendwann Vientiane, dort gab es auch ein Vegetarisches Buffet, all you can eat!!!! Hier verbrachten wir taeglich Stunden und luden unsere Batterien mit dem feinsten vom feinsten aller Koestlichkeiten wieder auf, und das alles fuer gerade mal 1.50 USD! Doch dann lief unser Visa aus und wir fuhren die 20km nach Nong Khai/ Thailand verbrachten dort noch ein paar Tage gemeinsam, bevor sich unsere Wege vorlaeufig trennen sollten. Ich fuhr zurueck nach Laos, mit neuem Visum und Benoit fuhr zurueck nach Bangkok (es sollte aber nicht das letzte Treffenmit Benoit gewesen sein). Eigentlich wollte ich, nach einem Stopp im Vegetarischen Restaurant, Vientiane gleich wieder verlassen und direkt weiterradeln, aber wie es denn so kam, hab ich mich so voll gefressen, das ich mich nicht mehr bewegen konnte, also blieb ich noch eine weitere Nacht in Vientiane. Doch am naechsten Tag ging es dann weiter. ich hatte mittlerweile soviele Warnungen ueber Nordlaos bekommen, da dort die Berge wohl ‘moerderisch’ sein sollen (ich lebe noch!!! ), dementsprechend war ich gespannt was mich erwarten sollte. Die Strecke nach Vang Vieng war wie geplant in zwei Tagen bewaeltigt, sie war aber auch nicht allzu anstrengend, zwar mit ein paar Anstiegen, aber dennoch angenehm zu fahren. In Vang Vieng verbrachte ich drei Tage, machte Radtouren in der wunderschoenen Umgebung und war schockiert, was man aus einen idylischen Nest machen kann. Die Hauptstrasse ist gesaeumt mit Gast und Wirts-haeusern, die alles moegliche in der ‘Happy’- Version anbieten, von der Pizza bis zum Shake und im jeden laeuft die Serie ‘Friends’ in Dauerschleife, scheinbar 24 Stunden lang. Aber den geschicktesten Schachzug machten ein paar Farmer, die alte LKW- Schlaeuche vermieten, in denen man sich den Fluss entlangtreiben lassen kann. Also sind die hier schon recht erfinderisch, wie man den abenteuerlichen Backpacker das Geld aus der Tasche zieht… Nach ein paar Tagen hatte ich genug von dem Trubel und ich machte mich auf Richtung Luang Prabang. Die Strecke hatte es in sich, doch die grandiose Landschaft entschaedigte so manchen Schweisstropfen! Doch hatte ich mich an diesem Tag etwas verschaetzt, verlor bei einer rasanten Abfahrt meine Bananen und kam irgendwann total erschoepft in einem Dorf an, obwohl es noch 17km zum eigentlichen Tagesziel waren, blieb ich hier, da ich total entkraeftet war. Ich hatte sowas noch nicht erlebt, ich stieg vom Rad ab und torkelte wie betrunken durch die Gegend, ich konnte noch mein Zelt an einer Schule aufbauen, vertilgte meine Notreserven und wartete auf den naechsten Morgen. Doch es sollte eine Schlaflose Nacht werden, spaet am Abend kamen zwei Betrunkene, ruettelten am Zelt, schrien rum und versuchten sonst irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Irgendwie bin ich die zwar schnell wieder losgeworden (ich war ganz schoen angefressen von dieser Stoerung), doch an Schlaf war nicht wirklich mehr zu denken. Am naechsten Morgen ging es dann wieder/ immer noch steil bergauf, so das ich die ersten 17km fast nur am schieben bzw. am druecken war um mein beladenes Rad den Berg hochzubekommen. Irgendwann kam ich dann in dem Dorf an, fruehstuckte ersteinmal ausgiebig, war erstaunt was ein wenig Nahrung ausmachen kann und mit neuen Kraeften ging es weiter. Etwas spaeter am Tag traf ich dann Andy und Toni (Andy hatte ich schon in Pakse kennengelernt) und ich schloss mich den beiden an. Am naechsten Tag erreichten wir dann Luang Prabang und stiessen ersteinmal mit einem kalten Bier auf die doch sehr anstrengende Strecke an. Laos ist Radlerland, so das man, besonders im Norden viele Gleichgesinnte trifft. So trafen wir auch Mandy und Benni, die zwei sind auf Tandemweltreise und verbrachten viel Zeit gemeinsam, pluenderten das Vegetarische Buffet am Nachtmarkt und plauderten ueber unsere Abenteuer. Leider streckte mich irgendetwas nieder, so dass ich drei Tage lang das Klo als meinen besten Freund bezeichen sollte, doch puenktlich zum Finale der Europameisterschaft war ich wieder fit und musste eine verdiente Niederlage der deutschen Elf mitansehen. Nach einer Woche machten wir uns dann auf den Weg weiter Richtung Norden, mit Andy und Toni sollte es der letzte gemeinsame tag sein, da die beiden Richtung China wollten und ich nach Vietnam. Am naechsten Tag fruehstueckten wir noch gemeinsam, und nahmen Abschied voneinander. Ich hatte mich entschlossen in die angeblich abgeschiedenste Region von Laos zu fahren, und hier sollte ich mal Richtig ins Schwitzen kommen. Die Strassen waren teilweise sowas von steil, die Laotischen Strassenbauer sind nicht wirklich begabt, was das entgehen von Huegeln angeht. So kam ich mehr als einmal wirklich ans Ende aller Kraefte, der Kopf wollte weiter, aber der Koerper konnte nicht mehr (im Nachhinein eine sehr interessante Erfahrung!). Ich fragte mich mehrmals ob es alles Richtig ist was ich hier tue (ja es ist!!!). Kurz vor der Grenze machte ich noch zwei Tage Pause in Xam Neua, mit einem sehr guten Markt, sodass ich bei vielen Koestlichleiten herzhaft zuschlug. Dann waren es nur noch 1.5 Radeltage bis Vietnam und ich freute mich das es bis zur Grenze meist nur bergab ging. Dann hiess es nach fast zwei Monaten ‘goodbye Laos’ und ‘Good Morning Vietnam’.


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